China-Reise 2018 | 01.08.2018

Ni Hao,

nachdem ich gestern versucht habe euch eine Videobotschaft zu schicken, und daran gescheitert bin, obwohl es nur 5 Minuten lang war und trotzdem das Speichervolumen zu groß war, bekommt ihr jetzt wieder traditionell eine Mail von mir;-)

Viel ist passiert, am Sonntag nach dem Abendessen hat ein daoistischer Mönch, der zu Gast war, auf den Tisch getrommelt, gesungen und Laute von sich gegeben und wir haben eingestimmt. Dann wollten die Chinesen uns zu Tanz, Karaoke und ähnlichem bewegen. So schnell waren die Langnasen (Europäe_innen) längst noch nicht. So wurde Bier ausgeteilt um uns zu entspannen, aber auch das half nur bedingt. Ich habe mir schließlich einen deutschen Partner geschnappt und mit „Moneymoneymoney“ von Abba unseren Auftakt gemacht. Später gab es von uns noch einen Chor mit „California Dreaming“ von den Mamas and Papas. Zu unserer Entschuldigung muss ich aber einfügen, dass die Jukebox auch kaum etwas im Angebot hatte, was bei uns bekannt ist.

Später habe ich noch mit unserem Gastgeber, dem daoistischen Meister Lü, zu einem Technostück Schrittarbeit geübt; führen und folgen, ausweichen, dominieren. War ziemlich schnell und spaßig. Einige von uns wurden des Nachts auch noch zur Teezeremonie geladen.

Geschlafen habe ich da nur die erste Hälfte der Nacht, entweder wegen der Zeitumstellung oder wegen der zwei Biere.

Das Essen ist vielseitig, lecker und nahrhaft. Es gibt für mich angenehm, sehr wenig Fleisch. Dafür ausreichend Gemüse und Obst, Tofu, Pilze, Sprossen. Und es schwimmt nicht im Öl, wie letztes mal. Mir hat bisher alles sehr gut geschmeckt! Wir werden extrem bedient, womit ich mich nicht so wohl fühle, da ich außer Freundlichkeit und Höflichkeit nichts zurückgeben kann. Es gibt pro Mahlzeit circa 10 bis 15 verschiedenen Speisen, also 3 mal am Tag Festmahl. Wir werden zurück rollen.

Das üben gestaltet sich hoch interessant. Wir können nicht Daoist_in werden, da wir dafür jedes Jahr Geld spenden und 10 Tage in China im Kloster üben müssten. Damit wir trotzdem das daoistische Nei Dan Gong lernen können, nenn es Meister Shen hier in China inzwischen Fuxi TaijiDao. Mal sehen ob, der Name auch bei uns demnächst so Verwendung findet….

Wir lernen aus der Sicht des Meistern leichte Übungen um schnellere Fortschritte zu machen. Aus meiner Sicht sind sie hoch komplex. So ging es in der ersten Übung gleichzeitig darum, ein Gefühl für Yin und Yang im Körper zu entwickeln, die horizontale Achterbeinspirale, erst alle Inneren Organe und dann den ganzen Körper energetisch aufzuladen, dann die Inneren Organe zu reinigen um anschließend die verbrauchten Energiequalitäten aus den Organen aus zuleiten, weiter nichts;-)

Der Meister meinte, wir sollten mit Anfänger_innen mit den Übungen beginnen…

Nach der Mittagspause habe ich eine Tuina Anmo Massage bekommen, 45 Minuten für 100 Yuan, ungefähr 15 Euro. Der Mensch hatte es wirklich drauf. Viel hat sich gelöst, Leichtigkeit hat sich eingestellt und mein Energieniveau ist trotz Anreise und wenig Schlaf ziemlich gut.

Gestern Abend gab es zur Erlösung ein Gewitter, war intensiv draußen unter einem kleinen Unterstand mit Blitz, Donner und Regen zu üben.

Auf dem Rückweg habe ich im Tempelraum Schutz vor den Regen gesucht. Der Raum ist voll mit Gottheiten, Blumen, Schmuck und rund um die Uhr laufenden Mantren. Dort habe ich spontanes Qi Gong geübt und innerhalb von 5 Minuten war ich auf Wolke 7.

Prompt habe ich danach auch durch geschlafen.

Heute morgen haben wie die Taiji 13er Form gelaufen und es war ungefähr alles anders als das letzte Update vor 2 Jahren;-)

Mir geht es nach wie vor gut, auch wenn mich in Auge behalten will, wie ich mit der ganzen Fülle gut für mich umgehe.

Meine Mitreisenden haben und hatten auch schon körperliche und emotionale Probleme, bisher aber zum Glück alles kleinerer Natur.

Vielen Dank auch für eure zahlreichen Mails, haben mich sehr gefreut. Grüße wandern fleißig hin und her. Also falls du jemand meiner Mitturner_innen kennst, so kannst du dich sicher gegrüßt fühlen.

Mögen sich eure Herzen weiten,

Jan

China-Reise 2018 | 29.07.2018

Ni Hao,

Qi habe ich und so bekommt ihr direkt ein Lebenszeichen von mir, wenn ich das WLAN noch zum laufen bekomme;-).

Für Einige von uns ging es aufregend los, der Eine hatte Personen im Gleisbett und hat dann noch mit Mühe und Not den Flieger bekommen. Mein Zimmerkollege hat sich schon 9 mal erbrochen. Ihm wird jetzt mit Akupunktur geholfen.

Meine Reisegruppe ist bunt, nett und aufgeschlossen. Hatte schon schöne Kontakte und bin zuversichtlich was mein Sozialleben angeht.

Der Flug war für mich viel leichter als vor 2 Jahren. Damals ging es bis Hongkong und war entsprechend 12 Stunden lang, dieses mal fliegen wir ja über Beijing und es waren nur 9 Stunden.

Ich weiß nicht, ob es nur die Länge war, oder weil ich wußte, was mich erwartet, so oder so war es ok.

Beijing war dann recht konfrontativ, Rundumscan, 2 mal Fingerabdrücke, Gesichtserkennung und penibel aufs gründlichste abgetastet zu werden. Mehr ging wirklich nicht, ok DNA Abnahme würde noch gehen.

Die Luft kannte ich so auch noch nicht, ich weiß nicht, was ich am schlimmsten fand, das Aussehen, den Geruch oder wie es sich im Körper angefühlt hat. Für meine in diesem Punkt naive Sichtweise schwer vorstellbar, dass das die Alltagsluft für Millionen ist.

Der zweite Flug nach Xian, war mit 2 Stunden kurz und gemütlich. Geschlafen habe ich in beiden Flügen nicht wirklich, dafür beim üben im zweiten Block sehr schöne energetische und geistige Empfindungen was und wer sich so Alles im Himmel bewegt.

In Xian wartete dann ein großes chinesisches Empfangskomitee auf uns. Nach vielem Händeschütteln und Umarmungen wurden wir mit großen Autos aus der Stadt gebracht. Denn o wunder, Wandel ist eingetreten, wir sind nicht in der Stadt untergebracht, sondern außerhalb bei einem daoistischen Meister, der ein Seminarhotel betreibt. Was für unsere Verhältnisse schon extrem schick und schön ist, für chinesische Verhältnisse etwas ganz besonderes. Hier finden wohl öfters Bi Gu Seminare statt (sich von Energie ernähren). Das wie üblich in riesigen Mengen aufgetischte Essen, hat weder bei mir, noch bei den Anderen Wünsche übrig gelassen, im Gegenteil.

Unser Übungsraum ist sehr groß und wie alles hier mit Teppich ausgelegt und darf nicht mit Schuhen betreten werden. Bin reingegangen und direkt übend erweise eine Stunde hängen geblieben. Danach habe ich eine ausgiebige Duschpartie gemacht, bei der ich alle Sinne gereinigt habe, um dann noch eine Stunde im liegen zu üben und dadurch hat sich mein Energieniveau so entwickelt, dass ich euch schreiben wollte und nach 60 Minuten mit Unterstützung läuft das Netz.

Ich bin sehr froh, auf vielen Ebenen, wie es sich bisher anlässt und es passt zu meinen vorherigen Gefühlen.

Morgen geht der Unterricht los, ick freu mir, jetzt gibt es gleich Abendbrot und dann übe ich noch für mich.

Gerne könnt ihr mir auch antworten, wen ihr was auf dem Herzen habt, ob und wie schnell ich antworte ist aber aufgrund der besonderen Umstände un gewiss.

Viel echt chinesisches Qi und Zaijian (Aufwiedersehen),

Jan